Rovinj ist einer dieser Orte, wo schon das Herumlaufen wunderschön ist — aber es hilft, zu wissen, was man sich da eigentlich anschaut. Von der venezianischen Architektur der Altstadt bis zu den vorgelagerten Inseln: Hier erfährst du, was sich wirklich lohnt.
Die Altstadt liegt auf einer einstigen Insel, die 1763 durch die Zuschüttung des Meereskanals mit dem Festland verbunden wurde. Fünf Jahrhunderte venezianischer Herrschaft (1283–1797) haben das Netz aus kopfsteingepflasterten Gassen hinterlassen, die Häuser mit Balkonen in Ocker- und Rosatönen, die schmalen Treppengässchen und vor allem den Glockenturm der Heiligen Euphemia – eine bewusste Anlehnung an den Markusturm in Venedig, der schon aus der Ferne von allen Seiten sichtbar ist, wenn man sich nähert. Dieselbe Herrschaft prägte die bis heute zweisprachige italienisch-kroatische Identität Rovinjs, die sich noch immer auf den Straßenschildern findet und in den Cafés zu hören ist.
Was die meisten Besucher nicht verpassen sollten: die Kirche der Heiligen Euphemia mit Glockenturm am höchsten Punkt der Altstadt, Spaziergänge durch die Gassen der Altstadt selbst, der Balbi-Bogen, der Hafen sowie der Waldpark Zlatni rt (Goldenes Kap) direkt südlich des Zentrums. Für das maritime und fischereiliche Erbe der Stadt lohnt sich das Öko-Museum Casa della Batana – klein, aber wirklich eine Stunde wert. Zum Hintergrund: Unser Guide zu Kultur und Geschichte Rovinjs spannt den großen Bogen von den Illyrern bis ins 20. Jahrhundert.