Drei Tage sind in Rovinj genau richtig: lang genug, um in der Altstadt wirklich anzukommen, ordentlich zu schwimmen und noch einen Tag für den Rest Istriens übrig zu haben. So würden wir die Zeit verbringen — wo man spazieren geht, wo man ins Wasser springt, wo man isst und wann man besser vorausbucht. Der Plan stützt sich auf unsere eigenen Reiseführer, damit du bei jedem Thema, das dich interessiert, tiefer einsteigen kannst.

Tag 1 — Die Altstadt, ohne Eile

Koffer abstellen und direkt in die autofreie Altstadt laufen. Die ganze Halbinsel ist das Ziel; eine feste Route gibt es nicht, aber geh die Grisia hinauf — die steile Gasse mit Galerien und Ateliers — bis du oben die Kirche erreichst.

A colourful cobbled lane in Rovinj old town with a green door and red facade
Die Altstadt: gepflasterte Gassen und bunte Fassaden — einfach bergauf schlendern.

Sv. Eufemija thront über der Stadt, und ihr Glockenturm — eine Nachbildung des Campanile von San Marco in Venedig, gut 60 Meter hoch — lohnt den Aufstieg über die ausgetretenen Holzstufen. Der Ausblick über die Küste ist kaum zu übertreffen. Unser Glockenturmführer hat alle Details; der Altstadtrundgang zeigt die Gassen darunter.

Am Nachmittag gehst du durch den Balbi-Bogen zurück zum Hafen, schaust im Batana-Ecomuseum vorbei — das kleine Holzfischerboot (Batana) ist das UNESCO-gelistete Herzstück der Stadt — und nimmst deinen ersten Sprung von den flachen Felsen auf der Westseite unterhalb der Altstadt. Kein Sand, nur klares Wasser und Kiefernschatten.

Am Abend: ein Aperitivo auf den Westrücken bei Sonnenuntergang, dann Abendessen. Schau vorher in unsere ehrlichen Restauranttipps und lies nach was du bestellen solltest — hier ist das Land von Fuži, frischem Fisch und Trüffeln.

Tag 2 — Wald, Badebuchten und die Inseln

Den Vormittag verbringst du südlich der Stadt im Waldpark Zlatni Rt (Punta Corrente) — 20 Minuten zu Fuß oder ein flacher, entspannter Radweg am Wasser entlang. In den Buchten hier schwimmen die Einheimischen; die Bucht Lone und das felsige Škaraba sind besonders empfehlenswert. Alle Optionen findest du in unserem Strandverzeichnis.

Pine forest path leading down to the turquoise sea at Punta Corrente, Rovinj
Der Waldpark Punta Corrente (Zlatni Rt) — Kiefernschatten bis ans Wasser, ein kurzer Spaziergang südlich der Stadt.

Nach dem Mittagessen geht es aufs Wasser. Kleine Taxiboote fahren den ganzen Tag vom Hafen ab: Sveta Katarina liegt etwa fünf Minuten entfernt, Crveni Otok (Rote Insel) etwa fünfzehn. Auf beiden verbringst du einen Bade-Nachmittag mit der Altstadtsilhouette im Hintergrund — alles Weitere steht in unserem Inselführer und dem Bootstouren-Guide.

A red tour boat passing the Punta Corrente lighthouse off Rovinj
Taxiboote und Ausflugsboote fahren den ganzen Tag vom Hafen zu den Inseln.

Zurück zum Abendessen — und wer noch Energie hat: Eine Ausfahrt in einer traditionellen Batana (dem alten Holzfischerboot der Stadt) ist die ruhigste Art, Rovinj vom Wasser aus zu erleben.

Tag 3 — Ins Landesinnere oder ein ruhiger letzter Tag

Am dritten Tag hast du dir die Wahl verdient. Wer mehr von Istrien sehen möchte: Alles Sehenswerte liegt innerhalb etwa einer Stunde — der Lim-Fjord mit seinen Austern, die Bergstadt Motovun mit ihren Trüffelwäldern oder das römische Amphitheater in Pula. Die besten Ausflüge haben wir in unserem Tagesausflug-Guide zusammengestellt; wer die Trüffeln locken, fängt am besten bei Trüffeln in Istrien an.

Wer lieber bleibt, macht einen entspannten letzten Tag daraus: morgens auf den Markt am Trg Valdibora, ein ausgedehntes Trüffel-Fuži-Mittagessen und noch einmal schwimmen — in der Bucht, die dein Favorit geworden ist. Beides ist ein guter letzter Tag.

Wo du am besten wohnst

Wer die Atmosphäre will, wohnt in der Altstadt — du wachst mitten im Postkartenbild auf, schleppst aber die Koffer über Kopfsteinpflaster und parkst außerhalb der Stadtmauern. Wer mit dem Auto kommt und es lieber direkt vor der Tür hat, wohnt knapp außerhalb. Unser Unterkunftsführer erklärt die einzelnen Lagen; wer eine Privatunterkunft sucht, findet sie unter Apartments in Rovinj.

Colourful shuttered facades with a balcony in Rovinj old town
Aufwachen zwischen den bunten Fassaden der Altstadt — Atmosphäre vor Bequemlichkeit.

Fortbewegung und die beste Reisezeit

Fast alles erledigst du zu Fuß — die Altstadt ist autofrei und der Ort insgesamt überschaubar. Stadtbusse gibt es nicht; zu den Inseln fährt man mit Taxibooten, und für Istrien jenseits von Rovinj braucht man wirklich ein Auto. Alle praktischen Infos findest du unter Fortbewegung in Rovinj und Anreise nach Rovinj.

Mai, Juni und September sind die besten Wochen — warmes Wasser, lebendige Stimmung, ohne dass alles überfüllt ist. Juli und August sind heiß und voll; Restaurants und Inselboote am besten ein bis zwei Tage im Voraus buchen. Unser Monatsüberblick zeigt das ganze Bild.

Die drei Tage auf einen Blick

  • Tag 1: Altstadt — Grisia, der Glockenturm, der Balbi-Bogen, das Batana-Museum, erster Badegang und Sonnenuntergang.
  • Tag 2: Waldpark Zlatni Rt mit seinen Buchten, dann Taxiboot zu Sveta Katarina oder Crveni Otok.
  • Tag 3: Tagesausflug ins Landesinnere (Lim, Motovun, Pula) — oder ein entspannter Abschluss mit Markt und Baden.

Drei Tage gut genutzt, und du fährst bereits mit dem Gedanken an den nächsten Besuch nach Hause — so geht es den meisten.